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Claudia Gómez

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Brasilien – Kuba – Puerto Rico –lateinamerikan-

ische Musik übt schon lange einen starken Reiz

auf das europäische Publikum aus. Kolumbien

scheint dagegen aus europäischer Sicht ein

fast unbeschriebenes Blatt, doch wer Claudia

Gómez erst einmal gehört hat, der wird sich

fragen, wie ein so facettenreiches, musikal-

isches Juwel so lange verborgen bleiben

konnte.

Claudia Gómez ist eine Vollblutmusikerin –

dieses "Schicksal" ist ihr in die Wiege gelegt

worden, denn die Kolumbianerin wurde in eine

 Familie von Musikern hineingeboren.

     Ihr Großvater war Mitbegründer der ersten Jazzband von Medellin, ihrer Geburts-stadt, ihre Mutter

     nahm neun Alben mit Boleros auf und auch Claudias Brüder sind Musiker. Sie selbst tourte im Alter

     von 18 Jahren mit dem Frauenensemble "Ellas" durch ihr Heimatland. Wenig später trieb die Neu-

     gierde auf neue musikalische Erfahrungen sie mit ihrem Bruder Luciano nach London,wo sie mit

     eigenen Interpretationen bekannter Pop-und Folksongs schnell Erfolge feierten.

     Als Claudia einige Jahre später nach Kolumbien zurückkehrte, widmete sie sich wieder ihren Latin

     roots und tauchte tief in brasilianische und kolumbianische Musik ein. Es folgten 15 Jahre in der

     San Francisco Bay Area, in denen sich Claudia Gómez intensiver mit Jazz beschäftigte und ihr

     Studium mit dem Bachelor of Arts in Music abschloss.

     Danach kehrte sie zu den Ursprüngen kolumbianischer Musiktraditionen zurück, bereiste ihr

     Heimatland, sammelte fast vergessene Stücke, begann damit zu arbeiten und eigene Stücke im

     Stile traditionell kolumbianischer Musik zu schreiben und mit modernen Elementen zu verknüpfen.

     In den späten 90er Jahren machte Claudia sich erneut auf, neue musikalische Horizonte zu ergründen.

     Angeregt durch die Zusammenarbeit mit dem Musiker Joaqin Sabina hieß das Ziel diesmal Spanien und

     der Flamenco. Eine Zeit, die zahlreiche Kontakte mit Ausnahmemusikernwie Jerry González, Pavel

     Urkiza, Caramelo oder den San Martin Brothers hervorbrachte und Claudias stilistische Bandbreite weiter

     bereicherte.

     Inzwischen hat die Sängerin und Gitarristin sechsCDs veröffentlicht und in zahllosen Konzerten ihr Publikum

     begeistert. Ihre Tourneen führten Claudia bisher in die USA, verschiedene Länder Lateinamerikas, nach

     Spanien, in die Niederlande, nach Frankreich, Deutschland und bis nach Japan. Daneben gibt Claudia Gómez

     in Medellin regelmäßig Vocal- und Gitarrenunterricht, außerdem hält sie während ihrer Tourneen auch

     Workshops ab.

     Wenn Claudia Gómez zur Gitarre greift und ihre volle, weiche Stimme erklingen lässt, dann möchte sie dazu

     beitragen, dass die Musik ihrer Heimat Kolumbien nicht in Vergessenheit gerät. Sie bedient sich dabei

     stilistischer Elemente aus Jazz und anderen lateinamerikanischen Musiktraditionen und verbindet sie gekonnt

     mit kolumbianisch Inspirierten Melodien und Rhythmen. Diese Mischung ist erfrischend und mitreißend und man

     kann einfach nicht genug davon bekommen.

     Weitere Infos unter: www.claudiagomez.com

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Ramón Valle

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Ramón Valle ist mit Sicherheit einer der interessantesten Pianisten, die

derzeit im Bereich Modern Jazz zu finden sind.

Was so manchen überrascht, ist, dass in Valles Spiel und in seinen

Eigenkompositionen nur selten seine kubanische Wurzeln hervorblitzen.

Er selbst beschreibt seinen Ansatz als "nicht 100% kubanisch, sondern

als 100% Ramón Valle" – und das bedeutet: mal temperamentvoller

Wirbelwind, mal verspielt-melancholische Einlagen, dann wieder

wunderschöne, mitreißende Melodien und eine unglaubliche

Ausstrahlung, mit der er jedes Publikum im Sturm erobert.

Bereits mit sieben Jahren begann Ramón Valle Klavier zu spielen und

machte sich mit Anfang 20 u. a. durch Festivalauftritte in der

kubanischen und lateinamerikanischen Jazzszene schnell einen Namen.

Solopfade beschritt er schließlich 1993 mit seinem Debütalbum

"Levitando". Chucho Valdés, eine Ikone des modernen Jazz Cubano und

Gründer von Irakere, pries Valle daraufhin als "das größte Talent unter

unseren jungen Pianisten".

Seit 1998 lebt Ramón Valle in Europa. Sein Auftritt beim North Sea Jazz

im Jahr 2000 wurde als die große Entdeckung des Festivals gewertet,

sein Spiel und seine Kompositionen überzeugten auf ganzer Linie. In

den Jahren darauf folgten weitere Auftritte bei renommierten Festivals

wie in Montreux, beim Festival de Jazz Plaza Habana oder in Leverkusen,

als Solopianist oder mit Trio- bis Quintettbesetzung – einmal mit dem

Trompeter Roy Hargrove als begeistertem Gastmusiker.

2003 erlebte Amsterdam die Uraufführung von Valles

Auftragskomposition "Mixed-up Mokum" im Royal Concertgebouw –

einem Stück für zehnköpfiges Ensemble (unter Leitung von Ramón Valle

selbst), das stilistisch zwischen Jazz, improvisierter und klassischer

Musik angesiedelt ist.

Auch weitere CDs hat der Pianist inzwischen in unterschiedlichen

Besetzungen aufgenommen – sechs an der Zahl. "Playground" heißt sein

neustes Werk, eingespielt in dem von ihm bevorzugten Trioformat mit

Omar Rodriguez Calvo am Bass und Schlagzeuger Owen Hart jr.

Mit "Playground" verarbeitet der Musiker und frischgebackene Vater

ganz neue Lebenserfahrungen und -verantwortungen, ebenso wie

Rückblicke auf die eigene Kindheit und andere Erinnerungen. Mit

nimmermüder Spielfreude erzählt er mit seinem Trio musikalische

Geschichten ohne Worte. Jedes Stück, jede Geschichte entwickelt dabei

eine ganz eigene Atmosphäre; lebendig, facettenreich und intensiv

präsentiert sich dem Zuhörer auf "Playground" ein Klaviertrio der

Extraklasse.